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Europa kommt nach Graz: "Unterwegs zur Informationsgesellschaft"
Die Stadt Graz durfte im Oktober 2002 erstmals die Mitglieder des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes zu einer Netzwerktagung begrüßen - der Einladung sind rund rund 60 VertreterInnen der deutschen und österreichischen URBAN-Städte sowie der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission gefolgt.
Unter dem Thema "Unterwegs zur Informationsgesellschaft: Bildung und Forschung als Motoren für die integrierte Stadtentwicklung" wurde das aktuelle Grazer URBAN-Programm präsentiert, das besonderes Augenmerk auf Faktoren wie Qualifizierung, Hightech und Innovation in der Stadtteilentwicklung legt - in diesem Zusammenhang wurden einzelne Projekte von Urban_Link Graz-West in der Präsentation hervorgehoben - wie das "Start-up Center Reininghaus" oder das "Gründungspaket Graz-West" - und von den Anwesenden mit großem Interesse verfolgt und diskutiert.
Detaillierte Informationen zu Projekten und Hintergründen von URBAN-PartnerInnen
Ergänzt wurden die Präsentationen durch Stellungnahmen von VertreterInnen einiger URBAN-PartnerInnen, die mit ihrem umfassenden Fachwissen und Knowhow Teilbereiche der Projekte näher beleuchten konnten:
- Dr. Manfred Prisching (Karl-Franzens-Universität Graz): "Die urbane Informationsgesellschaft"
- Mag. Doris Kampus (Kampus Consulting): "Gründungspaket Graz-West"
- Mag. Thomas Mrak (SFG Steirische WirtschaftsförderungsgesmbH): "Wissensstadt"
- Dr. Hellfried Karpf (Roche Diagnostics): "Wirtschaftsstandort Graz-West"
Erfahrungen zum Mehrwert der URBAN-Programme
Seitens der Europäischen Kommission konnte bereits über positive Effekte der URBAN-Programme berichtet werden. Zahlreiche Erfolgsfaktoren haben sich in der Umsetzung bereits als zukunftsweisend gezeigt:
- Der integrierte Ansatz der Programme(d.h. die Vernetzung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Massnahmen) in einem begrenzten Fördergebiet führt zu einer Wirkungsverstärkung einzelner Projekte.
- Starke lokale Partnerschaften zeigten effektive Umsetzungmöglichkeiten.
- Die Flexibilität bei der Fördergebietsauswahl in Übereinstimmung mit nationalen Notwendigkeiten und Prioritäten - jedoch nach gemeinschaftlichen Kriterien - hat sich als wirkungsvoll erwiesen.
- Die Mobilisierung öffentlicher und privater Beteiligungen hat eine "Hebelwirkung" für die einzelnen Projekte bewirkt.
- Die (Durch-)Schaubarmachung für BürgerInnen führt zu größerer Akzeptanz und Identifikation.
- Verwaltungsvereinfachung (Förderung aus nur einem EU-Fonds)und der Erfahrungsaustausch innerhalb von Netzwerken haben zu optimierten Entwicklungsabläufen geführt.
Graz von seiner besten Seite: Programmgebiete, Altstadt und moderne Architektur
Ausgeklungen sind die arbeitsintensive Sitzungstage mit Führungen durch die Programmgebiete der Grazer URBAN-Programme beziehungsweise durch die historische Altstadt. Alternativ zur Altstadtführung konnte sich eine Gruppe der Tagungsteilnehmer Hansjörg Luser, dem Programmleiter von Urban_Link Graz-West, anschließen, der die Gäste persönliche durch das moderne Graz mit seinen architektonischen Besonderheiten führte. Höhepunkte waren die kürzlich entstandenen bzw. derzeit entstehenden Novitäten wie Stadthalle, Kunsthaus oder Helmut-List-Halle.
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