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Presse "Erfolgsprogramm Urban geht weiter!"

Erfolgsprogramm Urban
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Erfolgsprogramm Urban
Bilder: (c) Stadt Graz, Stadtentwicklung

Urban Gries lebt auch nach seinem Abschluss weiter - und in der Erfolgsgeschichte des EU-geförderten Urban-Programms wird in Graz ein zweites Kapitel geschrieben. In die Entwicklung des Grazer Westens werden bis zum Jahr 2006/07 aus Brüssel 4,2 Millionen Euro an Fördergeldern fließen.

Rund 32.000 Einwohner und EinwohnerInnen umfasst das ca. 750 Hektar große Projektgebiet der zweiten Tranche von Urban: Teile der Bezirke Eggenberg, Gries, Lend und Wetzelsdorf sollen mit den 4,2 Millionen Euro von der EU und den zusätzlichen 12,6 Millionen Euro, die Stadt Graz, Land Steiermark sowie öffentliche und private Institutionen in das Programm investieren, wesentliche Entwicklungsimpulse erhalten.

Das Gesamtvorhaben wurde im November des Vorjahres von der Europäischen Kommission genehmigt - womit Graz nach dem Urban-Programm Gries auch in der „Neuauflage" wieder mit dabei ist.

Urban bewegt

Urban Gries hat dabei eindrucksvoll vorgezeigt, was eine derartige Initiative zu bewegen imstande ist: Die 25 Millionen Euro, die in das offizielle Programm gesteckt wurden, sorgten für einen echten Aufbruch im Bezirk Gries. Kein Wunder, dass auch jetzt die Förderungen aus Brüssel für „Urban_Graz West" als willkommene Hilfe für die beabsichtigte Aufwertung des Grazer Westens gerne in Anspruch genommen werden. BewohnerInnen und Unternehmen sollen im Programmgebiet das Rüstzeug für zukunftsorientiertes Wirken und die Möglichkeit für qualitativ hochwertiges Wohnen und Arbeiten in diesem Stadtteil erhalten.

Erfolg vor Start

Einen Erfolg haben der Vorstand des Amtes für Stadtentwicklung und Stadterhaltung, DI Hansjörg Luser, und sein Referent für EU-Programme, MMag. Alexander Ferstl, schon vor dem Start des Vorhabens errungen: Sie durften „Urban_Graz West" als „best practice project", also als Top-Umsetzungsprojekt, in Brüssel und London vor ExpertInnen präsentieren. Besondere Anerkennung fand dabei, dass die Programmziele nicht aus den Köpfen von Experten stammten, sondern in über 200 Interessensgesprächen im Rahmen des Projektes Graz West entwickelt wurden.

 

Dichtes Netz mit drei Schwerpunkten

Die Entwicklung der Potenziale der Informationsgesellschaft, eine zukunftsfähige Stadtteilentwicklung und die prozessbegleitende Kommunikation sind im EU-Programm „Urban_Graz West" als Schwerpunkte festgeschrieben. Was darunter im Detail zu verstehen ist, erklärt das Team des Amtes für Stadtentwicklung und Stadterhaltung.

Entwicklung

"Projekte zur Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen, zur Entwicklung und Stärkung der Humanressourcen und zur innovativen Wirtschaftsentwicklung" listet das Programm unter dem ersten Schwerpunkt auf. Ausgangspunkt ist der weitere Ausbau des Fachhochschulzentrums, das auch für die Bevölkerung im Stadtteil geöffnet werden soll. Auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Reininghaus sind ein Start-up-Center für FirmengründerInnen und unter dem Stichwort „Wissensstadt" ein Impulszentrum mit dem Schwerpunkt Humantechnologie geplant. Fördermittel für betriebliche Investitionen und gezielte Beratungen sowie Projekte zur Qualifizierung von Arbeitskräften runden diesen ersten Schwerpunkt ab.

Zukunftsfähig

Um Mobilität, Freiraumgestaltung, nachhaltiges Bauen, Wohnen und Arbeiten geht es beim zweiten Schwerpunkt mit dem Titel „Zukunftsfähige Stadtteilentwicklung". Zur Verbesserung der Verkehrserschließung des Grazer Westens sollen der Bau der Bahnunterführung in der Alten Poststraße sowie Begleitmaßnahmen in der Waagner-Biro-Straße gefördert werden. Wie wichtig die Unterführung ist, beweist ein Blick auf die Statistik: Eine Eisenbahnkreuzung in diesem Bereich, die das Projektgebiet von den benachbarten Bereichen abschneidet, verzeichnet Schrankenschließungszeiten von sechs Stunden pro Tag. Diese enorme Zeitspanne wird ab dem Jahr 2004 sogar noch weiter ausgedehnt. Zusätzlich zu den erwähnten Straßenverkehrsmaßnahmen wird die Erweiterung des Fuß- und Radwegenetzes forciert. Mit der in Bau befindlichen Helmut-List-Halle erhält der Stadtteil ein modernes Veranstaltungszentrum, das unter anderem auch von styriarte, steirischem herbst und Graz 2003 genutzt wird. Die List-Halle trumpft außerdem mit der größten in eine Fassade integrierten Photovoltaik-Anlage Österreichs zur Gewinnung von Sonnenenergie auf.

Kommunikation

Die prozessbegleitende Kommunikation soll schließlich als dritter ausgewiesener Schwerpunkt sichern, dass die BürgerInnen rechtzeitig in den Meinungsbildungsprozess eingebunden und an den Entscheidungen beteiligt werden. Die Errichtung eines eigenen Urban-lnfopoints als zentrale Anlaufstelle im Stadtteil sowie der Interessensausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Belangen sollen dafür sorgen, dass sämtliche Maßnahmen im Rahmen von „Urban_Graz West" weit über den bis 2006/07 angesetzten Programm-Zeitraum hinaus wirken.

 

Urban_Graz-West" in Daten und Fakten

Projektziel:
Entwicklungsschub für den Grazer Westen

Projektgebiet:
Teile der Bezirke Eggenberg, Gries, Lend und Wetzelsdorf

Fläche:
Rund 750 Hektar

Betroffene Bevölkerung:
Rund 32.000 EinwohnerInnen

EU-Förderungen:
4,2 Millionen Euro

Finanzvolumen:
Von der Stadt Graz, dem Land Steiermark sowie weiteren öffentlichen und privaten Institutionen kommen weitere 12,6 Millionen Euro.

Projektzeitraum:
Bis 2006/07

 

Vielzahl von Ideen unter einem Dach

Eine Vielzahl von Ideen, die im Hinblick auf ein erstrebenswertes Ganzes unter einen gemeinsamen Hut gebracht werden - das ist die Vorstellung hinter den zahlreichen Einzelprojekten, die in ihrer Gesamtheit den Erfolg von „Urban_Graz West" ausmachen sollen. Das spiegelt sich auch im Logo wider.

Im zweiten großen von der EU geförderten Stadtteil-Entwicklungsprogramm „Urban_Graz West" gilt es, eine Aufwertung der Gebiete am rechten Murufer in Graz zu erreichen - und zwar durch eine Vielzahl an Einzelmaßnahmen, die jedoch allesamt dem Gesamtziel untergeordnet sind und ineinander greifen. Das wird auch durch das neue Urban-Logo symbolisiert, das einen Bogen als Sinnbild für ein gemeinsames Dach über dem Schriftzug zeigt.

Vorzüge betonen

Als vorwiegendes Industrie- und Gewerbegebiet erlebte der Grazer Westen im Vergleich zum Osten, der den historischen Altstadtkern sowie alle drei Grazer Universitäten beherbergt, keine so geordnete Entwicklung.
Dabei hat das Gebiet am rechten Murufer durchaus seine Vorzüge - und diese zu betonen, ist eine der Aufgaben, die sich die Stadt durch eine vorausschauende Stadtentwicklung in Graz-West selbst gestellt hat. In dem von der EU mitfinanzierten Urban-Programm hat man nun auch die Möglichkeit, die bereits vor Start dieser Initiative im Grazer Gemeinderat beschlossene Entwicklung des Westens effizient voranzutreiben.
Die Vorteile des Gebietes liegen in wertvollen Naturräumen in einer charakteristischen Verbindung von Stadt und Land, im direkten Anschluss an ein beinahe unberührtes Naherholungsgebiet, großen Flächenreserven für neue Entwicklungen und zwei Eisenbahnsträngen für eine gute Anbindung an die Region.

Presseinformation Stadt Graz, 2002