Presse "URBAN II Graz-West: Vertragsunterzeichnung"
Bilder: (c) Stadt Graz, Stadtentwicklung
URBAN II Graz-West: Vertragsunterzeichnung mit Kommissar Barnier und Stadtrat Josel
Die Vorbereitungsarbeiten haben beinahe zwei Jahre gedauert - nun ist es soweit: Mit der Unterzeichnung des URBAN-II-Vertrages am Donnerstag, 22. November 2001, um 13 Uhr im Roten Salon des Wiener Rathauses, wird der offizielle Startschuss für das URBAN-II-Programm für den Grazer Westen gegeben.
Der Grazer Gemeinderat hatte schon im Oktober 2000 die Durchführung und Finanzierung des Stadtentwicklungsprogramms beschlossen. Für die EU wird Michel Barnier, Kommissar für Regionalpolitik und die Reform der Institutionen, unterzeichnen; der für Stadtentwicklung zuständige Stadtrat Dipl.-lng. Franz Josel wird im Namen der Stadt Graz den Vertrag unterfertigen. Gleichzeitig erfolgt der Abschluss des URBAN-II-Vertrages für die Stadt Wien durch den Wiener Vizebürgermeister Sepp Rieder.
Das Grazer URBAN-II-Programm, das den Titel "Urban Link Graz-West" trägt und vom Grazer Amt für Stadtentwicklung und Stadterhaltung ausgearbeitet wurde, verfolgt das grundlegende Ziel, im Projektgebiet im Grazer Westen eine Entwicklung zu initiieren, die den kommenden Anforderungen moderner Stadtentwicklung entspricht und auf neue Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereitet. Im rund 740 ha großen Projektgebiet leben etwa 32.000 Menschen.
Mit dem Blickwinkel auf die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts soll für den großflächigen, monofunktionalen Industriegürtel westlich des Grazer Hauptbahnhofes der Wandel zu einem Stadtteil von neuer, zeitgemäßer und zukunftsfähiger Urbanität eingeleitet werden. Die aktiv geförderte Einbindung der Bevölkerung in Planungs- und Entscheidungsprozesse soll den Interessensausgleich zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Belangen sicherstellen und zu einem nachhaltigen Erfolg des Vorhabens führen.
Zentrale Aspekte werden der Ausbau des Fachhochschulbereiches zu einer öffentlichen Stadtteilzone, die Ansiedlung innovationsorientierter Unternehmen und die Förderung des vorhandenen Wissenspotenzials, der Abbau stadtstruktureller Barrieren (Qualitätssicherung bei Unterführungsprojekten an der Südbahntrasse) sowie ein Maßnahmenpaket zur Stärkung und Entwicklung der Humanressourcen sein.
Für den Zeitraum bis 2008 werden rund 20,55 Mio. EURO zur Umsetzung des Stadtentwicklungsprogramms zur Verfügung stehen. 4,2 Mio. EURO davon stammen von der EU.
Presseinformation Stadt Graz, 2002
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