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Presse "Graz will Imgage aufpolieren"
Immer mehr Bewohner kehren Graz den Rücken. Jetzt geht die Stadt in die Offensive.
Mit einem auf mehrere Jahre anberaumten Aktionsprogramm „Lebenswertes Graz" reagiert die Stadt Graz auf das ernüchternde Ergebnis der jüngsten Volkszählung. Denn die nicht überraschenden Gründe für den Bevölkerungsschwund in der steirischen Landeshauptstadt liegen in der scharfen Konkurrenz, in der Graz mit seinen 22 Umlandgemeinden steht. Immer mehr Menschen arbeiten zwar nach wie vor in Graz; ihren Wohnsitz suchen sie sich aber in einer der vielen Umlandgemeinden, in denen sie das zu finden hoffen, was sie in Graz nicht haben: Ruhe, Grün, ländliche Strukturen mit intensivem Kontakt zu den Nachbarn statt Aneinander-einher-Leben - das gute alte Dorf also, das sie aus der Kindheit kennen (dass es das gerade wegen der enormen Siedlungstätigkeit auch in Graz Umgebung kaum mehr gibt, vergessen die meisten).
Nach einer Untersuchung durch das Österreichische Institut für Raumplanung Wien hat der zu ständige Stadtrat Franz Josel einige Schwerpunkte vorgestellt, um das Image der Stadt Graz bei den abwanderungswilligen Bewohnern zu verbessern Zum einen will die Stadt Graz mehr Geld. Denn etliche Einrichtungen würden ja nicht nur von der Grazer Bevölkerung frequentiert, sondern auch von den Bewohnern des Umlandes Dieses „Missverhältnis" sollte durch einen kommunalen Finanzausgleich ausgeglichen werden. In Graz selbst sollte das Wohnumfeld lebenswerter gestaltet werden, u. a. durch eine Aufwertung der Bezirke, die – hier steht Josels f(früher geäußerter) Vorschlag in deutlicher Konkurrenz zur geplanten Einrichtung von nur sechs zentralen Bezirksämtern - zu einer dezentralen Anlaufstelle für die vielfältigsten Anliegen der Bevölkerung werden sollten.
Weitere Punkte im Programm „Lebenswertes Graz": eine Verbesserung der Qualität des öffentlichen Verkehrs durch einen Ausbau der Nahverkehrsknoten Hauptbahnhof, Puntigam und Don Bosco sowie eine Imageverbesserung der Stadt. „Bei der nächsten Volkszählung darf es keine negativen Überraschungen mehr geben", so Josel.
 
Campus in Eggenberg
Ganz nach amerikanischem Vorbild wird auf dem Gelände des Fachhochschulzentrums Graz ein Campusgebäude errichtet.
Die Grazer Bau- und Grünlandsicherungsges.m.b.H. GBG errichtet auf einem 17.000 m2 großen Grundstück westlich des des derzeitigen Fachhochschul geländes in Eggenberg neues Campusgebäude. Die Nutzfläche des Campusgebäudes wird rund 8.500 m2 betragen, für das Gebäude selbst ist eine vielfältige Nutzung vorgesehen: U. a. werden ein Auditorium Maximum, eine eigene Bibliothek und eine Mensa, die auch öffentlich zugänglich sein wird, integriert.
Darüber hinaus wird das neue Gebäude über eine Tiefgarage mit mindestens 100 Stellplätzen verfügen und aus reichend Flächen für die Fach- hochschulleitung bieten. Eben so sollen der Studiengang Luft- fahrt/Aviation sowie der Studiengang Fahrzeugtechnik Platz finden. Für das mit € 19,6 Millionen präliminierte Objekt wurde ein europaweiter Architektenwettbewerb absolviert, aus dem nunmehr ein Siegerprojekt ermittelt wurde: Das ZT Arquitectos Lda., Projektleiter Architekt DI Thomas Zinterl, das sowohl in Lissabon als auch in Graz ansässig ist, fungiert als Generalplaner. Die Bauzeit ist eng terminisiert. Im März 2003 muss mit dem Bau begonnen werden, um die Fertigstellung bis Herbst 2004 garantieren zu können.
Bauen und Wohnen, 2002
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