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Presse "Graz bekommt 50 Millionen"

Graz bekommt wieder über 50 Millionen S von der EU.
Städtebund entschied: Wien und Graz sollen sich URBAN-Mittel teilen.

Um die 100 Millionen Schilling hat die Stadt Graz in den letzten Jahren an Fördermitteln aus Brüssel für die Projekte URBAN Graz-Gries und e.l.m.a.s. (Jakomini) lukrieren können. Die Chancen, dass weitere vier Millionen Büro (55 Millionen Schilling) - diesmal für das "Entwicklungsprojekt Graz-West" in die Murmetropole fließen, stehen äußerst gut. Zumindest beim Österreichischen Städtebund ist die Entscheidung in diese Richtung vorige Woche gefallen.

Insgesamt stehen im Rahmen des EU-Programms URBAN II für jeden der Mitgliedsstaaten, und damit auch für Österreich, acht Millionen Euro zur Verfügung. Graz - schon mit reicher Erfahrung aus den URBAN-Projekten Graz-Gries und e.l.m.a.s. Jakomini - hat schon im April heurigen Jahres beschlossen, sich neuerlich um URBAN-Fördermittel zu bewerben. Ende Juni wurde dann das Projekt "urban-link Graz-West" beim Österreichischen Städtebund, der für die Vorauswahl der Projekte zuständig ist, eingereicht. Inzwischen hat der Städtebund entschieden, dass sich Wien und Graz mit ihren Projekten die Österreich zustehenden 110 Millionen Schilling brüderlich teilen sollen. Die endgültige Entscheidung in Brüssel fällt bis Ende heurigen Jahres. Die Grazer Bewerbung habe vor allem "durch die hohe Qualität des Projektes" gepunktet, ist der zuständige Stadtrat Franz Josel stolz auf seine in dieser Materie erfahrenen Beamten. Die EU-Förderung würde viel Aufwind für die Stadtentwicklung im Grazer Westen bringen.

Der Planungsstadtrat Josel übt aber auch Selbstkritik: "Wir haben aus den jetzt auslaufenden URBAN-Projekten gelernt, dass man die Administration durchaus etwas abspecken sollte. Zugunsten der laufenden Projekte."

Kleine Zeitung, 19.09.2000
Autor: Hans Andrej