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Presse "Im Grazer Westen viel Neues"
WK-Vizepräsident Dieter Eigner analysiert ein neues Planungsverständnis – Vorbild für das Land
Die Art und Weise, wie die Stadt Graz die Modernisierung des Grazer Westens plant und gestaltet, ist vorbildhaft. Man hat erkannt, dass es heute nicht mehr ausreicht, bunte Pläne zu zeichnen und auf Investoren zu warten. In Zusammenarbeit mit privaten Interessenten, aber auch dem Land wird ein konkretes Projekt nach dem anderen durchgezogen. Das Fachhochschulzentrum soll um ein Start-up Center für Firmengründerinnen erweitert werden. Auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Reininghaus ist ein weiteres Gründungs- und Impulszentrum mit dem Schwerpunkt Humantechnologie („Wissensstadt") geplant, das zum neuen Betrieb der Firma Hofmann La Roche bestens dazu passt. Die Helmut-List-Hall wird sowohl für industrielle al auch kulturelle Zwecke zur Verfügung stehen.
Unterstützung gibt es von de EU, die dafür Geld im Rahmen von „Urban" bereitstellt. Entscheidend bei diesem Programm ist die „Prozessbegleitende Kommunikation". Dafür wird Zeit und Geld aufgewendet. Ich glaube, dass es nicht vergeudet ist. Als Anlaufstelle für die Bevölkerung wird ein eigener Urban-Infopoint eingerichtet.
Diesbezüglich ist die Stadt Graz auch ein Vorbild für das Land. Der tönerne Koloss der Landesraumplanung wird gerade um ein Landesentwicklungsleitbild erweitert, das von einer internen Plattform unter Ausschluss der Öffentlichkeit erstellt wird. So liest man es auf der Homepage der zuständigen Abteilung. Von einer Einbindung der Bevölkerung steht dort nichts. Es ist müßig zu fragen, welche Methode zielführender ist. Was die Kommunikation mit der Bevölkerung und den betroffenen Wirtschaftskreisen betrifft, scheint das Land von der Stadt noch einiges lernen zu können.
Kronen Zeitung, 14.02.2003, Steiermark-Panorama
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