| Mit neuen Projekten im Rahmen von URBAN Graz-West soll jetzt die Stadtteilentwicklung im Grazer Westen weiter belebt werden.
Eine möglichst hohe wirtschaftliche und ökologische, aber auch soziale und kulturelle Qualität für den Grazer Westen zu ermöglichen, das ist das Ziel des 2001 gestarteten und der EU geförderten URBAN-Pro-jektes. Der Grazer Gemeinderat bewilligte in seiner letzten Sitzung weitere fünf Einzelprojekte mit einem Gesamtkostenvolumen von knapp einer Million Euro, die Initialzündung für weitere Investitionen in diesem Stadtteil sein sollen.
Der angesprochene Stadtteil habe in den letzten Jahren eine bemerkenswerte bauliche und wirtschaftliche Entwicklung erlebt, freuen sich der zuständige Stadtrat Gerhard Rüsch und URBAN-Programmleiter Hansjörg Luser. Glanzlichter sind die Fachhochschule (das neue Campusgebäude hatte ja gerade Gleichenfeier), die Helmut-List-Halle, das neue BORG Dreierschützengasse und die Ansiedlung der Firma Roche Diagnostics. Jetzt soll das Umfeld in vielerlei Hinsicht verbessert werden.
Ein Punkt ist die Integration der „jungen" und noch in Expansion befindlichen Fachhochschule in den Stadtteil Graz-West. Ein Außenraumkonzept mit gestalterischen und verkehrsplanerischen Maßnahmen wurde erarbeitet. Um Verkehr geht es auch in einem anderen Punkt. Es soll ein funktionsfähiges Netz für alle Verkehrsarten entstehen. Gedacht ist etwa an Netzschlüsse bei Fuß- und Radwegen. Die Unterführung der Alten Poststraße bei den GKE-Geleisen kommt. Für die neu angesiedelten Betriebe und Einrichtungen wird jetzt von URBAN eine Mobilitätsberatung angeboten, um die Mobilität möglichst umweltfreundlich und nachhaltig zu organisieren.
Mit einem von öffentlichen Institutionen geförderten Modellprojekt vom Verein ISOP soll die Fortbildung von Müttern und Bündern forciert werden. Und ein Kleinprojektefonds soll die Bevölkerung zur Mitarbeit animieren.
Kleine Zeitung, 30.10.2003 Autor: Hans Andrej |