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Erste länderübergreifende Netzwerktagung

Vom 10. bis zum 12. Dezember 2003 fand im Europäischen Parlament in Straßburg ein Europäischer Kongress des französischen Urban-Netzwerkes statt. In Frankreich führen derzeit 9 Städte ein Urban II-Programm durch. Aufgrund der regen Kontakte des Deutsch-Österreichischen Netzwerkes kam es zur ersten länderübergreifenden Netzwerktagung.

Die drei Tage der Konferenz im Europäischen Parlament (ein beeindruckender Bau, welcher 1999 eröffnet wurde) standen ganz im Zeichen der Zukunft der Gemeinschaftsinitiativen und eines möglichen Fortbestehens der Urban-Programme. Der zuständige Kommissar für Regionalpolitik, Michel Barnier, war persönlich anwesend und berichtete über die Fortschritte in den Verhandlungen.

Derzeit steht nur fest, dass es nach 2006 wiederum ein Ziel 1-Gebiet geben wird. Ob in Zukunft auch ein Ziel 2-Gebiet und ein Fortbestehen der Gemeinschaftsinitiativen möglich sein wird, ist derzeit noch nicht entschieden, da die Budgetverhandlungen für die Beiträge der einzelnen Staaten zum EU-Budget noch laufen. Jedenfalls aber stellte Kommissar Barnier sicher, auch wenn es keine Fortsetzung der Gemeinschaftsinitiative Urban in Form eines Urban III oder Urban+ Programmes gebe, die Städte doch verstärkt in den Mainstream-Programmen Berücksichtigung finden würden.

Der zweite Tag der Konferenz stand unter dem Zeichen des Urban II Programmes der Stadt Straßburg, welches im Bereich des alten Rheinhafens an der Grenze zu Deutschland und der Vororte Neuhof und Meinau wirkt.

Am dritten Tag der Konferenz wurden die verschiedenen Management-Strukturen der Urban-Programme in Europa diskutiert. Unter anderem konnte dabei ein Vergleich zwischen den Niederlanden, Irland, Italien und Österreich gezogen werden. Hansjörg Luser und Alexander Ferstl präsentierten in einem Referat die Verwaltungsstrukturen des Grazer Urban-Programmes. Im Besonderen wiesen sie dabei auf die Rolle der Stadt Graz als Programmdurchführende Stelle und gleichzeitige Verwaltungsbehörde hin. Dieser innovative und effiziente Ansatz findet aktuell bei drei deutschen Städten bereits Nachahmer (Kassel, Saarbrücken und Kiel).

Straßburg

DI Hansjörg Luser, MMag. Alexander Ferstl, Ing. Wolfgang Vevera (Stadt Wien)

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des Deutsch-Österreichischen URBAN-Netzwerkes