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Presse "Mamas drücken die Schulbank"

"Familien Lernen" in Eggenberg: auch Mama paukt

Das Projekt "FLIeG" ermöglicht Müttern Schwächen rund um Lesen, Schreiben, Rechnen auszubügeln. Im Grazer Westen haben bis zu 4.000 Personen "Aufholbedarf"...

"Was Mama nicht kann, lernt auch der Junior schwer ..." Damit Kinder von Müttern mit niedriger Grundbildung nicht in den Kreislauf der strukturellen Benachteiligung geraten, startet jetzt der Verein ISOP in Eggenberg ein einmaliges Projekt: Mütter kehren zurück auf die Schulbank und bügeln dort unzureichende Kenntnisse rund um Lesen, Schreiben, Rechnen sowie im Umgang mit dem PC aus!

Projektleiterin Helena Mühlberger: "Allein im Projektgebiet, das umfasst Teile der Bezirke Eggenberg, Wetzelsdorf, Gries und Lend, wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter mit geringen Lese-, Schreib- und Rechenkenntnissen auf 1.980 bis 3.980 geschätzt!"

Dabei erschweren diese Mängel den Einstieg ins Erwerbsleben sowie die Integration in den Arbeitsmarkt. "Kinder solcher Familien haben es schwer, das Grundbildungsdefizit zu durchbrechen. Andererseits können wenig gebildete Eltern auch eine Lernhemmung bei ihren Kindern auslösen - wenn das Kind merkt, es überholt Mama und Papa in Sachen Bildung, wird ganz unbewusst ein Lernstopp eingelegt."

Übrigens: "Mütter, die am Projekt teilnehmen wollen, müssen sich einem Aufnahmegespräch stellen, bei dem die Ressourcen gecheckt werden. Dann können sie ganz individuell, anonym und kostenlos am Unterricht teilnehmen – nach persönlichem Wunsch wird es auch Hausaufgaben geben. Die Teilnahmezeiten sind flexibel.

Das gesamte Pilot-Projekt wird über 29 Monate laufen, man rechnet mit einer Teilnahme von rund 100 Müttern. Gefördert wird "FLIeG" vom AMS, dem Sozial- und Wirtschaftsressort des Landes und der Stadt

Der Grazer, 08.04.2004
AutorIn: J. Vucak

 

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