| Der Hauptbahnhof wird "untertunnelt" - bereits Anfang 2005 soll der Spatenstich sein.
Mit dem projektierten Bau des Personen-Tunnels vom Hauptbahnhof zur Waagner-Biro-Straße wird"s nun Ernst: Wenn die ÖBB ihre Lokomotiv-Halle umbauen, dann würde die Stadtgemeinde Graz unterhalb der Gleise mitziehen und die fünfzigprozentige Beteiligung der Schienenmänner mit Handkuss einstreichen. Zumindest beleuchtet Alexander Ferstl vom Amt für Stadtentwicklung und Stadterhaltung die Thematik zur weiteren Erschließung des Grazer Westens. Ferstl beruft sich dabei auf die Machbarkeitsstudie des Architekten Guido Seeger.
"Das ist heller Wahnsinn"
Zur Finanzierung: Die Stadt berappt 490.000 Büro („Urban Link Graz-West" beteiligt sich mit 340.000 Euro aus EU-Mitteln), die Bahn schießt 50 Prozent oder 490.000 Euro zu; die Gesamtkosten: rund eine Million Euro. Ferstl beruft sich auf einen Gemeinderatsbeschluss, der das Wühlen quittiert hat, und drängt zur Eile: „Wenn der Bahnhofstunnel Graz-West Anfang 2005 nicht gebaut wird, dann wird er nie mehr errichtet." Schützenhilfe erhält der Projektkoordinator von der SP Lend mit Leopold Simbürger bzw. vom Bezirksrat und da speziell von SP-Bezirksvorsteher Otto Trafella.
Der Mandatar weiß, dass dann mit dem Tunnel das lebensgefährliche Überschreiten der Gleise beendet sein wird, denn: „Täglich rennen bis zu 400 Leute vom Bahnhof zur Waagner-Biro-Straße - das ist doch heller Wahnsinn", so Trafella.
Autor: Reinhold Tscherne Grazer Woche, 25. Juli 2004 |