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Presse "Integration lernt langsam laufen"

Eine Zukunftshoffnung: einzigartiges Konzept für neuen Kindergarten in der Schererstraße

Die Errichtung des Kindergartens in der neuen Wohnsiedlung in der Schererstraße (Bezirk Wetzels-dorf) war ja im Vorfeld nicht unumstritten - sogar der eigene Personalvertreter Wilhelm Techt war vom Projekt der SP-Familienstadträtin Tatjana Kaftenbeck nicht restlos begeistert.
Mittlerweile sind aber alle Hürden genommen, im Herbst wird der Kindergarten in Betrieb genommen. Und das noch dazu mit einem einzigartigen Konzept, wie Kaltenbeck überzeugt ist.

In der Schererstraße werden nämlich erstmalig in Graz zwei behinderte Kinderbetreuerinnen zum Einsatz kommen. „Integration soll also in beide Richtungen erfolgen. Einerseits sollen behinderte mit nicht behinderten Kindern aufwachsen und Freundschaften schließen können. Andererseits haben behinderte Frauen die Möglichkeit, in die Arbeitswelt integriert zu werden", begründet Kaltenbeck ihren Vorstoß. In der Anlage mit 159 Wohneinheiten werden insgesamt zwei Kindergartengruppen sowie eine Krippengruppe untergebracht werden.

Auch auf der Finanzierungsseite kann Kaltenbeck einen Erfolg vermelden: „Gemeinsam mit dem Amt für Jugend und Familie ist es uns gelungen, Fördermittel in der Höhe von 71.000 Euro aus dem EU-Urban-Topf zu lukrieren." Außerdem sei dies ein weiterer wesentlicher Schritt, um es den Grazer Eltern zu ermöglichen, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Autor: Roland Reischl
Grazer Woche, 22. August 2004