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Ein Impulszentrum für Bio- und Humantechnologie ist entstanden
Graz - Mit 3.500 Quadratmetern Nutzfläche ist im Westen von Graz eine neue "Wissensstadt" für den Bereich Medizin, Bio- und Humantechnologie entstanden. Das mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark errichtete "Impulszentrum Graz West - Medizin-, Bio- und Humantechnologie" will Firmen aus diesen Gebieten die räumlichen Rahmenbedingungen bieten, sich in Graz niederzulassen und weiter zu entwickeln.
Errichtet wurde das am Freitagabend offiziell eröffnete Gebäude durch die Innofinanz - Steiermärkische Forschungs- und Entwicklungsförderungsgesellschaft m.b.H. Geführt wird das Objekt von der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG). Die Investitionen belaufen sich auf rund 14 Millionen Euro. Mit dem neuen Impulszentrum befinden sich nunmehr neben dem "Gründerinnenzentrum" und dem "Business-Incubator" drei solcher Zentren in Graz.
Räume
Auf 3.500 Quadratmetern gibt es in der Reininghausstraße 13 auf drei Geschossen Büroeinheiten ab 50 Quadratmetern, Laboreinheiten und gemeinschaftlich genutzte Flächen wie Seminar- und Besprechungsräume. Zu den bereits eingezogenen Firmen zählen unter anderem die Grazer Medizintechnikfirma CNSystems. Sie hat sich auf Herz-Kreislauf-Überwachungssysteme spezialisiert, die beispielsweise auch schon auf der Internationalen Raumstation (ISS) zum Einsatz gekommen sind.
Neben den Kompetenzen als Automobilhochburg versucht die steirische Landeshauptstadt verstärkt auch als Standort für Human- und Biotechnologie zu punkten: Nach einer Analyse der SFG sind zwischen 80 und 100 Unternehmen in der Steiermark im Bereich der Humantechnologie engagiert - im Mai dieses Jahres wurde ein eigener Humantechnologie-Cluster ins Leben gerufen. Die Dynamik auf diesem Gebiet entspringe einer "Kombination von hervorragenden Forschungs- und Ausbildungsstrukturen mit der Med-Uni, TU, Uni und den Fachhochschulen einerseits und der Patientennähe durch die Universitätskliniken andererseits", so Wirtschaftslandesrat Gerald Schöpfer (V). Konzernen wie u.a. Roche Diagnostics, Fresenius Kabi hätten dieses Potenzial bereits erkannt und würden es auch nutzen, so der Landesrat.
Wissenstransfer
Mit dem neuen Zentrum soll der Wissenstransfer zwischen Firmen und Forschung unterstützt werden. Weiters soll damit mit den benachbarten Einrichtungen von u.a. Roche, dem Gründerzentrum und der FH Joanneum eine feste Basis für den Humantechnologie-Cluster gelegt werden. "In Österreich sind wir nach Wien der zweitgrößte Standort für Human- und Biotechnologien - und haben als Universitätsstadt sicher noch Entwicklungspotenzial. Immerhin attestieren EU-Studien diesem Bereich zweistellige Wachstumsraten", so Wirtschaftsstadtrat Christian Buchmann (V). (APA)
www.derstandard.at, 14. Oktober 2004
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